Bergischer Geschichtsverein
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Aktuelle Vorträge

alle Vorträge finden dieses Jahr im Normalfall in der Begegnungsstätte Alte Synagoge in der Gnügsamkeitstraße statt. Ausnahmen werden gekennzeichnet.

Donnerstag, 2. März, 19:00 Uhr

Vortragsraum der Zentralbibliothek in Elberfeld, Kolpingstraße 8, Mitgliederversammlung

Im Anschluss Vortrag von Mirja Dahlmann: Magie und Zaubersprüche im Bergischen Land

Magie und im speziellen Zauberspruche wurden über Jahrhunderte hinweg als adäquates Mittel angesehen, um Liebe zu gewinnen, Krankheiten zu heilen oder Haus und Hof vor Unheil zu be­wahren. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich verschiedene Varianten des Zauberspruchs. Diese werde ich erläutern und in ihren geschichtlichen Zusammenhang einordnen. Typische Merkmale der Textart werde ich anhand von ein bis zwei bergischen Zaubersprüchen erläutern.



Donnerstag, 6. April, 19:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Pfr. Dr. Friedhelm Groth: Der Iserlohner Pfarrerssohn Gerhard Friedrich Abraham Strauß (1786-1863) und sein Weg zum preußischen Hof- und Domprediger und Professor für Praktische Theologie in Berlin

1814 war Str. Pfarrer der lutherischen Gemeinde in Ronsdorf, anschließend in Elberfeld. Hier entstand sein erfolgreiches vierbändiges Werk Glockentöne. 1816 heiratete Strauß Johanna von der Heydt, Tochter des einflussreichen Bankiers und ehemaligen Elberfelder Bürgermeisters Daniel Heinrich von der Heydt-Kersten und Schwester des Bankiers und späteren preußischen Handels- und Finanzministers August Frh. von der Heydt. 1822 wurde er vierter Dom- und Hofprediger am preußischen Hof in Berlin und Professor für Praktische Theologie an der Berliner Universität. 1824 gehörte er zu den Mitbegründern der Berliner Missionsgesellschaft. 1833/34 amtierte er als Rektor der Universität, 1836 wurde er geistlicher Rat im Kultusministerium. Als 1840 Friedrich Wilhelm IV., der im Gegensatz zu seinem Vater sehr zur Frömmigkeit neigte, den preußischen Thron bestieg, gewann Strauß erheblichen Einfluss auf den König. Während der Märzrevolution 1848 soll er diesen zum Nachgeben bewogen haben. 1850 wurde er Mitglied im altpreußischen Evangelischen Oberkirchenrat und 1856 Oberhofprediger. Zu seinen Neffen gehört der Gründer des Bergischen Geschichtsvereins Krafft.



Donnerstag, 4. Mai, 18:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Jörg Scheidt: Kirchen, Knochen, Gräberfelder - das Frühmittelalter im Wuppertaler Raum

Die frühmittelalterliche Besiedlung Wuppertals ist auch heute noch in vielen Bereichen ein Rät­sel. Vieles deutet darauf hin, dass einige Regionen der Stadtteile schon in dieser Zeit eine relativ hohe Bevölkerung aufwiesen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeichnen ein neues und überraschendes Bild über diese frühe Phase der Besiedlungsgeschichte unserer Stadt. Besonders in Elberfeld, aber auch Vohwinkel und Sonnborn wurden archäologische Befunde entdeckt, die uns diese Zeit näherbringen und uns helfen sie besser zu verstehen. Sie belegen auch, dass eine kontinuierliche Besiedlung früher und umfangreicher stattfand als bisher angenommen.



Donnerstag, 1. Juni, 18:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Dr. Mustapha Diallo (Uni Paderborn): Vom biblischen Fluch zur medialen Tragödie: Wandel und Wirkung europäischer Afrika-Bilder.

In Europa ist die Wahrnehmung Afrikas von negativen Bildern geprägt. Es sind Bilder, die eine lange Tradition haben, aber dies war nicht immer so. Um diese Entwicklung und ihre Folgen geht es im Vortrag und in der anschließenden Diskussion.



Donnerstag, 7. September, 18:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Prof. Dr. Volker Wittmütz: Eine weltgeschichtliche Zäsur trifft die Provinz. Die Reforma­tion und ihre Wirkung im Bergischen Land

Das 16. Jahrhundert sieht eine der wirkmächtigsten Umwälzungen der Menschheitsgeschichte: die Reformation. Inhaltlich ausgehend von Martin Luthers schöpferischer Neubestimmung des Verhältnisses von Gott und Mensch, geographisch von Epizentren wie Wittenberg, Zürich und Straßburg, erfasst eine religiöse Dynamik Europa, die an zahllosen Orten zum Zusammenbruch des bestehenden spätmittelalterlichen Kirchentums und zur Aufrichtung neuer Gemeinde- und Kirchentypen führt. Und diese Dynamik sollte schließlich auch das Gebiet zwischen Rhein und Ruhr treffen - wenn auch erst spät und noch dazu in ganz eigentümlicher Form, wie der Vortrag zeigen wird.



Donnerstag, 5. Oktober, 18:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Mira Weidhaas: Wilhelm Dörpfeld (1853–1940): Umstrittener Homerforscher und be­deutender Archäologe

Die Arbeiten des in Barmen geborenen Bauforschers und Architekten Wilhelm Dörpfeld haben seit den späten 1870er Jahren weit über fachwissenschaftliche Kreise hinaus international Be­achtung gefunden. Zu seinen bedeutendsten Erfolgen ist die Neuinterpretation der Schlie­mann’schen Funde auf dem Siedlungshügel von Hisarlik („Troja“) zu zählen. Zudem gelang es ihm während seiner 12-jährigen Amtszeit als erster Sekretär des DAI Athen im Rahmen von Grabungskampagnen in Olympia, Tiryns, Mykene und Pergamon bis heute grundlegende Gra­bungstechniken und Dokumentationsverfahren zu etablieren. Im deutlich Gegensatz zu diesen Erfolgen stehen seine späteren Forschungen zu Homer, die jüngst durch die Aufarbeitung eines im Wuppertaler Stadtarchiv bewahrten Notizbuches genauer beleuchtet werden konnten.



Donnerstag, 2. November, 18:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Michael Okroy: Von „Tietz“ zu „Kaufhof“: Die „Arisierung“ eines Warenhaus-Unter­nehmens 1933/34

Seit über 125 Jahren gibt es den Firmenstandort „Kaufhof“ in Wuppertal. Vielen Älteren ist das Warenhaus noch als „Tietz“ bekannt. Der jüdische Kaufmann Leonhard Tietz (1849-1914) sie­delte 1889 von Stralsund in die aufstrebende Textil- und Handelsmetropole Elberfeld über und hatte nach ersten kleineren Geschäftsgründungen 1912 am Neumarkt ein neues und prächtiges Warenhaus errichtet. Es galt als eins der größten und architektonisch bedeutendsten seiner Art im deutschen Kaiserreich. 1933 „arisierten“ die Nationalsozialisten das Tietz-Familienunterneh­men und nannten es in „Westdeutsche Kaufhof AG“ um. Die Eigentümerfamilie sowie sämtliche jüdischen Vorstandsmitglieder und Angestellten von „Tietz“ wurden entlassen, ins Exil getrieben oder kamen im Holocaust um.



Donnerstag, 7. Dezember, 18:00 Uhr

Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitstraße, Elberfeld

Dr. Veit Veltzke: Christoph Wilhelm Henrich Sethe (1767-1855) – preußischer Patriot und kritischer Intellektueller

Der Vortrag widmet sich einem bedeutenden preußischen Bediensteten des 19. Jahrhunderts: dem aus Kleve stammenden Juristen Christoph Wilhelm Henrich Sethe, der zum obersten Justiz­beamten im Großherzogtum Berg avancierte, dort maßgeblich an der Einführung des Code Napoléon beteiligt war und der nach dem Ende von Napoleons Herrschaft dafür sorgte, dass dieses wichtige, das moderne Recht prägende Gesetzeswerk im preußischen Rheinland erhalten blieb. Sethe machte als jahrzehntelang amtierender Chefpräsident des Rheinischen Revisions- und Kassationshofes in Berlin, der höchsten Instanz für das Rheinische Recht, auch in nachna­poleonischer Zeit Karriere. Der Vortrag beleuchtet das geistig-politische Leben dieses preußi­schen Patrioten mit Mut zum unabhängigen Verhalten gegenüber jedweder Obrigkeit.

SONDERVERANSTALTUNG, Freitag, 3. März

Theater am Engelsgarten, Engelsstraße 18, Historisches Zentrum, Barmen

Abend zu Ehren des Wuppertaler Literaten Hermann Schulz

An diesem Abend wird es um den erfolgreichen Wuppertaler Schriftsteller und ehemaligen Leiter des Peter Hammer-Verlags, Hermann Schulz, gehen. Hermann Schulz ist historisch deswegen so interessant, weil er nicht nur sehr erfolgreich für Kinder und Erwachsene geschrieben hat, son­dern auch der Initiator der großen europäischen Bewegung für die Befreiung Nicaraguas aus der Diktatur in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war. Deswegen wird auch sein Freund Ernesto Cardenal, mittlerweile 93 Jahre alt, den er als Schriftsteller ent­deckt und gefördert hat, aus Nicaragua kommen und mit über Hermann Schulz und seine Bezie­hung zu ihm sprechen. Der Wuppertaler Schauspieler Stefan Walz wird aus den Werken beider Schriftsteller lesen. Als Teilnehmer am Podiumsgespräch haben bereits Bürgermeisterin Ursula Schulz und der Verleger Christoph Links zugesagt. Der bekannte Schriftsteller und Freund von Hermann Schulz, Uwe Timm, ist angefragt, Eintritt: 8 €, erm. 6 €



Mit Ausnahme der Veranstaltung im Engelsgarten werden zu den Vorträgen kein Eintrittsgeld erhoben.

Gäste sind herzlich willkommen!

i. A. Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs, Dr. Martin Szameitat

Für Fragen, Anmerkungen oder neue Vorschläge steht die Mail-Adresse vortrag@bgv-wuppertal.de bereit.

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