Die Evangelische Stiftung Tannenhof ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie für die Städte Remscheid, Wuppertal und Velbert. Um die Patientinnen und Patienten in Wuppertal besser und ortsnah versorgen zu können, wurde im Jahr 2015 die Psychiatrische Klinik Wuppertal errichtet. In diesem Zusammenhang entstand auch ein Andachtsraum für die drei Stationen des Gebäudes.

Adresse: Sanderstraße 161, 42283 Wuppertal-Barmen
Eigentümer: Evangelische Stiftung Tannenhof (Remscheid)
Grundsteinlegung: 2015
Einweihung: 22. Oktober 2015 (Einweihung der Klinik)
Architekt: Bergstermann + Dutczak (Dortmund)
Baustil: Es handelt sich um einen ca. 40 qm großer Raum im 1. Stockwerk eines 2015 erbauten zweistöckigen Krankenhauses mit drei Stationen. Der Raum ist durch das zentrale Treppenhaus zu erreichen. Aus dem Baukubus ragt das künstlerisch gestaltete Fenster heraus und ist vom außen markant zu erkennen.
Ausgestaltung: Der Raum wird durch die rund 4 m² große Fensterfront geprägt, die das Atelier Michael Lönne und Jörn Neumann aus Paderborn gestaltet hat. Die Künstler habe die Farben des zentralen Christusfensters in der Kirche der Stiftung Tannenhof in Remscheid aufgenommen und mit dem Wahlspruch der Stiftung Tannenhof aus Matthäus 25,40 kombiniert. Die Buchstaben dieses Bibelverses wurden gegeneinander verschoben und grafisch aufbereitet. So ist ein künstlerischer Brückenschlag zum Hauptsitz der Evangelischen Stiftung Tannenhof hergestellt worden und dem Leitwort der Stiftung seit ihrer Gründung 1896. Auch der Altar wurde von den Designer Lönne und Neumann gestaltet, der aus einem Stahlprofil und einer Holzplatte besteht. Das filigrane Stahlprofil nimmt die Deckenform auf und verdeckt durch seine zarte Struktur das Fenster nicht. Die Kerzenleuchter und das Altarkreuz stammen aus Beständen der Stiftung Tannenhof in Remscheid. Die Leuchter stammen sicherlich aus der Zeit um 1968 als der Altarraum der Kirche umfassend verändert worden ist. Die Kanzel stammt von einem Remscheider Holzkünstler Werner Wand.
Sitzplätze: ca. 25
Orgel: mechanisches Klavier

Quellen:
Schriftverkehr mit Pfarrer Uwe Leicht