MÄRZ
Sonntag, 1. März, 15.00 Uhr
SCHNICKMANN LOKALGESCHICHTE(N)
Schöller – Der vergessene Stadtteil?
Heiko Schnickmann
Bergische VHS, Auer Schulstraße 20, 42103 Wuppertal
Schöller? Wo ist das denn? Wer in Wuppertal mit dem ÖPNV unterwegs ist, der wird von diesem Stadtteil, zu dem kein Bus oder Zug fährt, noch nie gehört haben. Erst seit den 1970er Jahren gehört Schöller zu Wuppertal – aber der Stadtteil ist hochspannend, weil uralt und unabhängig. Geprägt durch zwei Türme, die einander bedingen und abgrenzen. Diese interessante Geschichte wollen wir uns genauer ansehen.
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Bergischen Geschichtsverein und der Bergischen vhs. Kursgebühr: 8 €. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gibt Kaffee und Gebäck.
Donnerstag, 5. März, 18.00 Uhr
MITGLIEDERVERSAMMLUNG
Im Anschluss, 19.00 Uhr, Vorstellung des Wuppertaler Gedenkbuchs
Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge in Wuppertal
Stadtbibliothek Wuppertal, Kolpingstraße 8, 42103 Wuppertal
Das Wuppertaler Gedenkbuch dokumentiert die Lebensdaten der in Wuppertal lebenden und Wuppertalerinnen und Wuppertaler, die zwischen 1933 und 1945 ermordet wurden oder an den Folgen der Haft starben, weil sie als Juden verfolgt wurden. Es war der nationalsozialistischen Ideologie und Politik, alle Juden und Jüdinnen, jeden nach seiner Zugehörigkeit, Recht auf Leben zu nehmen. Die Erinnerung an sie rettet sie aus dem Vergessen. Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal hat diese Absicht und möchte in dem Versuch, die Lebensgeschichten der Ermordeten zu rekonstruieren, ein Denkmal schaffen. „Dabei fragen wir nach den familiären Beziehungen, nach den Wohnadressen, nach Ausbildung und Beruf, und wir versuchen uns vorzustellen, was diese Menschen geglaubt, gewünscht, gedacht und gehofft haben.“
Die Kirchengemeinde Beyenburg lädt ein zu: „Informativ und gemütlich“
Mittwoch, 11.03.2026 um 19:00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Beyenburg, Steinhauser Str. 12
Vortrag: Adolf Clarenbach – der Bergische Reformator
mit Günter Urspruch
In Lüttringhausen geboren, als „räudiges Schaf und faul stinkendes Glied“ auf Befehl des Erzbischofs in Köln verbrannt, als „Bergischer Reformator“ geehrt, am Rathausturm in Köln verewigt, bei den um die Stadt verdienten Persönlichkeiten in der ersten Reihe. Wer war Adolf Clarenbach und welche sind die Spuren seines Wirkens? Kann man aus der Geschichte Lehren ziehen? In seinem Vortrag wird Günter Urspruch uns das Leben und Wirken von Adolf Clarenbach näherbringen. Nach dem Vortrag laden wir wieder zum Gedankenaustausch und gemütlichen Beisammensein bei Imbiss und Getränken ein. Es wird ein Kostenbeitrag von 9 € erhoben; der Überschuss wird für die Jugendarbeit unserer Gemeinde gespendet. Für die Planung bitten wir möglichst um Anmeldung unter 0202 611291 (mit AB) oder 0202 61001 (Gemeindebüro). Auch spontane Gäste sind herzlich willkommen!
APRIL
Donnerstag, 16. April, 19.00 Uhr
VORTRAG
Archäologie in Wuppertal? – Das gibt es doch gar nicht!
Jacqueline Bungardt / Florian Odijk, Archäologen im Bereich Denkmalschutz und -pflege in Wuppertal
Beckacker Kirche / Haus für alle
Samoastraße 16, 42277 Wuppertal
Kennen Sie noch die Burg Elberfeld? Oder vielleicht die zahlreichen Hohlwegsysteme, die sich durch ganz Wuppertal schlängeln? Neuere archäologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Geschichte Wuppertals viel älter ist als bisher angenommen. Seit die Bodendenkmalpflege verstärkt in Wuppertal tätig wird, kommen immer mehr Befunde zu Tage und zeigen, wie reich die Stadt an alten Schätzen ist. Dieser Vortrag soll Ihnen deshalb die neuesten Ergebnisse der Archäologie darstellen. Entdecken Sie die Burg Elberfeld in einem ganz neuen Licht und lassen Sie sich durch das mittelalterliche Leben in Wuppertal führen. Lassen Sie sich überraschen, was es sonst noch so in Wuppertal zu entdecken gibt, denn mit dem Mittelalter sind wir noch lange nicht am ältesten Punkt der Geschichte unserer Stadt angekommen. Und auch die neuzeitliche Geschichte kannte in den letzten Jahren genauere archäologische Forschungen: Das ermöglicht spannende Einblicke.
Freitag, 17. April, 14.30 Uhr
EXKURSION
Ehrung der Jubilare
Seniorenresidenz am Laurentiusplatz, Auer Schulstraße 12, 42103 Wuppertal
MAI
Donnerstag, 7. Mai, 19.00 Uhr
VORTRAG
Von Weimar nach Düsseldorf: Ist Nordrhein-Westfalen doch keine britische Erfindung?
Dr. Guido Hitze, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in NRW
Stadtbibliothek, Kolpingstraße 8, 42103 Wuppertal
In Bezug auf die Gründungsgeschichte Nordrhein-Westfalens scheiden geschichtliche Fachmeinungen. Seit so gut wie siebzig Jahren streiten Historikerinnen und Historiker, ob der neue Staat eine Erfindung der britischen Besatzungsmacht war oder ob er auf älteren administrativen und wirtschaftlichen Traditionen fußt. Der Vortrag nähert sich dieser Frage aus politischer und verfassungsgeschichtlicher Perspektive und zeigt, wie Nordrhein-Westfalen zwischen britischer Besatzungspolitik und deutschen Traditionen entstand.
Freitag, 15. Mai, 15.00 Uhr
EXKURSION
Gründung NRW
Haus der Parlamentsgeschichte / Villa Horion, Johannes-Rau-Platz, 40213 Düsseldorf
Wir begeben uns auf eine Zeitreise durch die nordrhein-westfälische Landes- und Parlamentsgeschichte von der Geburtsstunde Nordrhein-Westfalens im Jahr 1946 bis in die Gegenwart. Details zum Treffpunkt, Abfahrt ab Wuppertal mit der DB werden den Teilnehmenden noch bekannt gegeben.
Anmeldung bis zum 7. Mai 2026, E-Mail: bgv-wuppertal.de
Matthias Dohmen, Tel.: 0202 / 759 511 80
JUNI
Donnerstag, 11. Juni, 19.00 Uhr
VORTRAG
Die Wiesenwassern zwischen Rhein, Ruhr und Wupper
Wilfried Sauter
Seniorenresidenz am Laurentiusplatz, Auer Schulstraße 12, 42103 Wuppertal
Diese – hier im Raum beinahe vollkommen vergessene – Intensivierungsmaßnahme des Futterbaus war eine zentrale Voraussetzung für die massive Steigerung der Landwirtschaftserträge parallel zur industriellen Revolution. Vorgestellt werden die topographischen, klimatischen, technischen, politischen und rechtlichen Voraussetzungen dieser agrarischen Intensivierungskultur. Es werden Beispielen aus verschienen benachbarten Regionen gezeigt, für Wuppertal sind z. B. die Flößgräben an der Düssel bei Schöller von besonderer Bedeutung.
