Kapelle im Seniorenzentrum Bethesda („Mutterhauskapelle“ der Diakonissen)

Inbetriebnahme des ganzen Komplexes 1974 als Schwesternwohnheim. Damals gab es die heutige Kapelle noch nicht, Vorgänger war ein Andachtsraum für die Diakonissen der Bethesda-Schwesternschaft. 1988 wurde eine umfangreiche Umstrukturierung in ein Seniorenzentrum vorgenommen, die Kapelle wurde im Zuge dieser Umgestaltung für die Schwestern und Senioren eingerichtet.

Glasfenster im Flur vor der Kapelle (Januar 2026) (Cesare Lazaros Borgia)

Adresse: Mutterhauskapelle im Seniorenzentrum Bethesda, Hainstraße 59, 42109 Wuppertal-Elberfeld
Eigentümer: Diakoniewerk Bethesda gGmbH (früher), später: Agaplesion Bethesda Seniorenzentrum
Einweihung: 1988 (Kapelle); 1974 (Komplex)
Architekt: Achim Osterritter (Architekt des ganzen Komplexes 1974: Heinz Kisler)
Baustil: ein ca. 120 qm großer Raum im Erdgeschoß eines sechsstöckigen Hauses
Ausgestaltung: raumhohes Buntglasfenster links vom Altarbereich vom Glaskünstler Hubert Schaffmeister (1928-2012) geschaffen – nach der Umgestaltung zum Mehrzweckraum wurde das Fenster zweigeteilt und in dem Raum rechts und links des Altarbereichs aufgestellt und von hinten beleuchtet; ein zweites raumhohes Glasfenster befindet sich im Flur gegenüber der Tür zur Kapelle und zeigt biblische Motive (Künstler unbekannt, gestiftet vom Architekt Heinz Kisler im November 1974); Künstler-Handwebteppich von Ingeborg Hetzner, 2×2 m „Wege um das Kreuz“; Altar und Kreuz aus dunklem Holz; schön gestaltete, hohe Eingangstür aus dunklem Holz; Wandspruch aus Matthäus, Kapital 18, Vers 20 („Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin in mitten unter ihnen“
Sitzplätze: ca. 100
Orgel: Orgel der „Werkstätte für Orgelbau auf den Fildern“
Besonderheiten: Im Frühjahr 2014 wurde beschlossen, dass die Gottesdienste des Seniorenzentrums und der Diakonissen in den neu gebauten, größeren Raum mit den Namen „Oase“ verlagert wird. Der architektonisch schöne und ansprechende Raum ist nun der zentrale Gottesdienstraum. Es ist ein heller Raum mit einer gerundeten Grundfläche und mit sakraler Ausstattung (Kanzel und Abendmahlstisch).

Die Schwestern empfanden die Mehrfachnutzung „ihrer“ alten Kapelle mit entsprechender „Möblierung“ für ihre Gottesdienste als unpassend. Die Mutterhauskapelle wurde zu einem „Raum der Begegnung“ umgestaltet, wo größere Gruppenveranstaltungen stattfinden. Ein Teil der sakralen Ausstattung (wie der Altar und das Kreuz) ist geblieben, dort finden noch einmal in der Woche der Seniorengottesdienst statt. Der Künstler-Handwebteppich hängt nicht mehr in der Kapelle, sondern im Speiseraum der Schwestern im 6. Stock. Die Fenster wurden anders aufgestellt und von hinten beleuchtet. Die Orgel wurde der Ev. Christuskirche in der Südstadt geschenkt.

Ehem. Mutterhauskapelle in Betrieb (vor 2014) (Sr. Elisabeth Dreckhoff)

Kapelle in der Diakonissen-Kommunität

In der der Hainstraße 41 (gleicher Komplex wie das Seniorenzentrum und der „Oase“) wurde im Jahr 2007 in der neuen Diakonissen-Kommunität eine Kapelle eingerichtet. Der Künstler der blauen Fenster und des Altarbildes ist Andreas Felger (* 1935) aus dem Kloster Gnadenthal (Jesus-Bruderschaft). Er war der Bruder einer verstorbenen Diakonisse. Die Fenster symbolisieren den historischen, biblischen Teich Bethesda in Jerusalem. In der Hainstraße 41 (ehem. Verwaltung des Diakoniewerkes Bethesda) befindet sich auch die Zentrale der Schwesternschaft und es ersetzt das abgerissene alte Mutterhaus in der Nähe.

Kapelle der Diakonissen-Kommunität (Foto: Bettina Osswald, zur Verfügung gestellt: Sr. Elisabeth Dreckhoff)

Quellen:
Schwester Oberin Ingrid Saur und Schwester Elisabeth Dreckhoff, Diakonissen-Schwesternschaft Bethesda; Pastoren Rainer Mittwollen und Jürgen Woithe, Ev.-methodistische Gemeinde Wuppertal-Elberfeld