Am 19. September lud der Bergische Geschichtsverein, Abteilung Wuppertal, zur Beyenburg-Tagung ins Evangelische Gemeindehaus Beyenburg ein. Unter strahlendem Spätsommerhimmel wurde es ein Tag mit Vorträgen, Kaffeetafel und Rundgang, ganz im Zeichen eines Ortes, der seit Jahrhunderten Glaube, Handel und Gemeinschaft verbindet.
Neue Einblicke in die Ortsgeschichte
Beyenburg ist weit mehr als die idyllische Kulisse an der Wupperschleife. Das zeigte die Tagung, zu der sich am Samstagmittag zahlreiche Geschichtsinteressierte im Gemeindehaus an der Steinhauser Straße einfanden. Jürgen Rottmann eröffnete den Tag mit neuen Einblicken in die Ortsgeschichte: die alten Straßenverbindungen, die Beyenburgs Entwicklung prägten, aktuelle Funde im Bereich der historischen Handelsstraße sowie neuere Erkenntnisse zum Kreuzherrenkloster und zur Schützenbruderschaft St. Anna und Katharina. Zwischen den Beiträgen blieb Zeit für Fragen und Gespräche, und das Publikum nutzte sie rege.
Im Gedenken an Gerd Helbeck
Die Tagung stand im Gedenken an Gerd Helbeck. Der Heimatforscher starb 2025 im Alter von 88 Jahren und hat die Geschichtsschreibung über Beyenburg und den Wuppertaler Osten über Jahrzehnte geprägt. Auf dem Büchertisch lagen seine Standardwerke, darunter „Beyenburg. Geschichte eines Ortes an der bergisch-märkischen Grenze und seines Umlandes“ und „Schwelm. Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes“. Sie erinnerten daran, wie sehr die heutige Forschung auf seiner Arbeit aufbaut.
„Met allem dröm on draan“
Um 13.30 Uhr hieß es dann „met allem dröm on draan“. An festlich gedeckten Tafeln mit Blumen in Bergischem Gelb wartete die Bergische Kaffeetafel. Natürlich durfte die Dröppelminna nicht fehlen, die zinnerne Kaffeekanne mit Zapfhahn, ohne die kein bergischer Kaffeetisch komplett ist. Bei Stuten, Butter und Kaffee aus der Minna ging das Gespräch über Beyenburg angeregt weiter.
Rundgang durch das historische Beyenburg
Zum Abschluss führte ein Rundgang von 15.00 bis 16.30 Uhr durch das historische Beyenburg. Die Gruppe ging an der alten Mauer entlang mit Blick über die Dächer und die bewaldeten Hänge, durch schmale Gassen vorbei an verschieferten Häusern mit grünen Klappläden und Fachwerk und an einer alten gusseisernen Wasserpumpe vorbei. In der Evangelischen Kirche Beyenburg erläuterte Jürgen Rottmann Baugeschichte und Ausstattung, bevor der Tag in der Nachmittagssonne ausklang. Sogar ein Beyenburger Kater hielt, ganz unbeeindruckt von der Geschichte, auf einem Gartentisch sein Mittagsschläfchen.
Der Bergische Geschichtsverein dankt allen Referenten, der Evangelischen Gemeinde Beyenburg für die Gastfreundschaft, dem Team der Kaffeetafel und allen Gästen für einen gelungenen Tag.
Fotos: Jürgen Dusend, Wolfgang Heinrichs
















